Herzlich willkommen bei den Rottweiler Münstersängerknaben

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in unsere Chorstruktur und das Chorleben ermöglichen. Seit über 700 Jahren singen am Rottweiler Münster Knaben und junge Männer das Gotteslob. Es ist unser Ziel, diese lange Tradition mit einer modernen und motivierenden Chorpädagogik zu pflegen und weiterzutragen.

Unsere zentrale Aufgabe ist die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in unserer Heimatkirche, dem Rottweiler Heilig-Kreuz-Münster. Darüber hinaus ist der Chor ein im In- und Ausland gern gesehener Gast bei Konzerten und Gottesdiensten.

Als Scholaner – so nennen sich unsere Sänger nach alter Tradition noch heute – aufzuwachsen bedeutet aber auch, Teil einer starken und freundschaftlichen Gemeinschaft zu sein. Die Freude am gemeinsamen Singen, Vertrauen und Hilfsbereitschaft untereinander sind uns ein Anliegen, das wir in Form von zahlreichen Freizeitaktivitäten pflegen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unseren Seiten!
Ihre Rottweiler Münstersängerknaben

Aktuelles

Jiyoung Min, Quinn Taylor Paker, Benedikt Dietrich und Julian König vor dem Konzertchor (Foto: Friedrichs, Schwarzwälder Bote)

Spannend bis zum jauchzenden Jubel

„Jauchzet dem Herrn alle Welt“ – mit dieser Vertonung des 100. Psalms von Heinrich Schütz erfüllten die Rottweiler Sängerknaben die hohen Ansprüche an dieses doppelchörige Werk, in dreichöriger Version, denn das Posaunenquartett übernahm diesen Part, verteilt im Kirchenraum des Heilig-Kreuz-Münsters.

Philipp Klahm hatte sein Programm unterteilt in die Abschnitte Advent, Heilig Abend und Weihnachten. Damit war ein Spannungsbogen von ruhiger Erwartung und jauchzendem Jubel geschaffen, ebenso durch wechselnde Besetzungen mit Konzertchor, Schola, Knaben und Aufbauchor. Konzertant musizierte das Posaunenquartett mit Jiyoung Min, Quinn Taylor Parker, Bendedikt Dietrich und Julian König, solistisch virtuos oder den Chor begleitend für eine noch größere Klangfülle. Die schwere Last des beladenen Schiffes in dem zeitgenössischen Satz von Hans-Jörg Kalmbach leiteten die Posaunen solistisch ein, während die Schola das bekannte Lied sehr getragen und ausgewogen homogen vortrug.

Wie ein musikalisches Kleinod gelang den Sängern das traditionelle Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ unter dem Dirigat von Philipp Klahm, den Wechsel von Zurücknahme und Forte ausbalancierend. Auch die Dissonanzen im zeitgenössischen Satz „O sacrum convivium“ hielt die Schola aus, in tiefen Bässen auslotend. Die Schola mit wenig Sängern überzeugte durch klare Stimmlagen und Sicherheit. Das Lied „Hebe deine Augen auf“ in sehr hoher Stimmung, auswendig gesungen von den Knaben, erforderte Intonationssicherheit, wobei das durch Elias Schneider an der Truhenorgel begleitete liebliche Schlaflied des Himmelknaben größere Sicherheit erreichte. In schöner Klarheit trug der Konzertchor zusammen mit dem Aufbauchor „Es ist ein Ros entsprungen“ vor. Im Wechsel von Schola und Konzertchor, unterstützt durch das Posaunenquartett, erklang „Freu Dich Erd und Sternenzelt“ große Ruhe ausstrahlend. Mit der gleichen Zartheit wurde vom Konzertchor „Zu Bethlehem geboren“ gesungen. Nicht nur die Aussprache der Texte bestach bei allen Sängern , sondern auch die Überzeugungskraft ihrer stimmlichen Wiedergabe. Konzentriert konnten alle zum Schlusslied „In dulci jubilo“ anheben.

Von Heide Friedrichs, Schwarzwälder Bote vom 16.12.2019